Fashion

Berlin Fashion Week

Von blumigen Inszenierungen bis zu Kollektionen mit dem Titel "Regenzeit" – unsere COUCH-Moderedaktion hat die Berlin Fashion Week besucht und die schönsten Entdeckungen für Sommer 2013 festgehalten.

Besonders aufregend sind oft die Modenschauen, die abseits des Zeltes, in spannenden Off-Locations stattfinden. Immer Verlass ist auf das Berliner Label Augustin Teboul (Bild oben), das sich bis jetzt noch nie auf eine schlichte Catwalk-Inszenierung einließ. Dieses Mal zeigte das deutsch-französische Duo seine Häkel- und Lederentwürfe im denkmalgeschützten Salon Dahlmann. Der Kontrast zur pechschwarzen Kollektion: riesige und farbige Blumenbouquets, die wirkten als würden sie aus den Wänden und dem Boden ragen, klassische Pianoklänge und Cupcake-Berge, die Richtung Stuck ragten.

 

Die Frühjahr/Sommer Kollektionen von Vladimir Karaleev und Michael Sontag
 

Der Jungdesigner Vladimir Karaleev, bekannt für seine offenen Nähte und dekonstruierten Schnitte,  lud in den Palais Podewil und inszenierte seine Models, die zu leiser Musik in Zeitlupe hin- und herschwankten, aufgereiht auf einer Bühne, das Publikum nahm auf einer Tribüne Platz. Pudertöne wie Altrosa und Nude und Maxilängen fielen sofort ins Auge und wurden von einem Print in Orange und Azurblau gebrochen.

 

Die Frühjahr/Sommer Kollektionen von Malaikaraiss, Mongrels in Common und Perret Schaad

 

Unser liebstes Nachwuchstalent, die 27-jährige Malaika Raiss , lockte uns zur Präsentation ihrer Kollektion „A bigger Splash“ in eine alte Villa mitten in Mitte mit Vorgarten zum Verweilen. Angelehnt an das gleichnamige Poolbild von David Hockney, dem Glamour der Sechziger und Siebziger Jahre und der Kultserie Beverly Hills 90210, schickte sie ihre Models mit Palmen-Kaleidoskop-Prints, poolblauen Seidenkleidern, tannengrünen Jumpsuits und spiegelnden Clutches über den Catwalk. Minimalistische Highheels, apricotfarbene Lippen und funkelnde Swarovski-Ohrringe in Banananform rundeten ihre Glamour meets Sport-Parade ab.

 

Weitere Lieblingslooks: Fliederfarbene Seidenkleider bei Michael Sontag, geklekste Hosenazüge und geflochtene Basecaps bei Mongrels in Common, beerenfarbene Schultertaschen bei Perret Schaad (Bilder oben).

 

Die Show der UDK

 

 

 


Die Kreationen der Studenten und Absolventen der UdK Berlin

 

Immer wieder spannend ist die Schau der Studenten und Absolventen der Universität der Künste Berlin, die zu den renommiertesten  Modeschulen in Deutschland gehört. Dieses Jahr standen Themen wie „Lauf...Masche“, „Regenzeit“, „The Secret is in the Detail“ und die Abschlusskollektionen der acht Absolventen im Mittelpunkt der Kreativität. Die Looks der UdKler sind stets von dem Scheitel bis zur Sohle durchgeplant. Besonders in Erinnerung blieb die Kollektion „Lass uns wild und gefährlich leben!“ von Marie Federlin und Charlotte Ehrlicher, die abstrakte Muster in fabelhaften Farbkombinationen (Bild 5) mixten und Models im skandinavisch-sportlichem Rot-Weiß-Look (Bild 6) über den Laufsteg schickten. Die Kollektion „Celebration“ von Henning Jurke, der in seiner Männerkollektion glänzend rote Steppmäntel, Sakkos mit wippenden Fransen und glänzenden Lederhosen in Hellblau feierte (Bild 2), gehörte ebenfalls zu den Musterschülern.

 

Designer for Tommorrow-Award

 

 

Den „Designer for Tomorrow“ Award von Peek und Cloppenburg, der unter der Schirmherrschaft von Marc Jacobs steht, heimste der spanische Jungdesigner Leandro Cano mit seinen avantgardistischen Kreationen ein (Bild oben).

 

Auf der Capsule

 

 

Der Besuch der Messen gehört auf der Berlin Fashion Week genauso dazu wie der Gang ins Fashion Week Zelt. Zu den wichtigsten Messen gehören die Bread & Butter und die Premium. Doch auch abseits der großen Hallen warten spannende Labels. Wir haben diese Saison auch die Capsule beim Postbahnhof besucht. Hier treffen Berliner Jungdesigner auf skandinavische Labels und Premium Street Wear Brands.

 

Unsere Favoriten:

 

Designer Hien Le und seine Kollektion für den Sommer 2013

 

Hien Le
Hien Le zählt zu den vielversprechendsten Nachwuchsdesignern Berlins. Für seine fünfte Kollektion hat er sich von “Miami Vice” inspirieren lassen und zum ersten Mal mit einem Print gearbeitet: einem Flamingo, der sich in voller Pracht auf einem Tuch zeigt und für die weiteren Stücke stark verfremdet worden ist. Keypieces: Blousons in zarten Tönen, Oberteile und Clutches in Lochoptik aus Alcantara und hauchdünne Seidenblusen in Flieder, Mint und einem hellen Altrosa.

 

Schmuck der Designerin Maria Black

 

Maria Black
Von der Kopenhagener Schmuckdesignerin Maria Black werden wir in naher Zukunft sicherlich noch viel hören. Die gelernte Goldschmiedin hat es geschafft eine ganz eigene und unverwechselbare Schmuckwelt zu kreieren. Auf skandinavischen Blogs ist sie vor allem durch ihre filigranen „Monocle“-Ringe bekannt geworden, die teilweise nur auf halber Fingerhöhe getragen werden. Auf der Capsule waren unsere Favoriten goldene Ringe, die aussehen als wären sie mit abstrakten Kronen verziert, und Earpieces in Bananform, die mit feinen Gliederketten geschmückt sind. Wer nicht auf die Sommerkollektion für 2013 warten will, wird schon jetzt in ihrem Onlineshop fündig.

 

 

Drei Sommertrends auf die wir uns schon jetzt freuen können:

 

Changierende Metallicstoffe leuchten in Regenbogenfarben, vor allem an Clutches, Ringen und Armreifen (z.B. gesehen bei Hugo Boss (li.) und Cheap Monday),  der Nachfolger von dem Blouson kündigt sich an: der Blouson-Pulli (z.B. gesehen bei Perret Schaad (re.)). Die Sommerfarbe (Bild Mitte): Ein helles Grün, das sich zwischen Pistazie und Pastellgrün bewegt und vor allem in seidiger Kombi toll aussieht (z.B. gesehen bei Michal Sontag und Mongrels in Common)!

 

Bilder: Katharina Charpian & Mercedes-Benz Fashion Week Berlin