Travel

Budenzauber

Das Hotel-Hostel "Superbude" in Hamburg St. Pauli ist eine Bereicherung für Low-Budget-Reisende und Individualisten. Bei einem Rundgang bekam COUCH die Schokoladenseite der super Bude gezeigt.

Das alte Fernmeldeamt in Hamburg St. Pauli ist nicht wiederzuerkennen. Wo früher die Magentabuchstaben der Telekom leuchteten, weist jetzt ein weißer Schriftzug mit Stern den Weg ins denkmalgeschützte Gebäude: Hier geht's zur Superbude. Zwei Jahre lang wurde an dem Low-Budget-Hotel geplant, gebaut und gestaltet. Nun sind 88 Zimmer und eine Suite fertig. Zur Eröffnung durfte COUCH einen Blick in die Buden werfen.

 

 

Die Superbude ist die kleine Schwester des stylischen Designhotels 25 Hours in der Hamburger Hafencity, in dem die Modestrecke der ersten COUCH-Ausgabe entstand. Die Interior-Latte lag also hoch für die neue Pension, die für Backpacker genau so geeignet sein soll, wie für junge Familien, Pärchen auf dem Städtetrip oder Mädels-Wochenenden. Für die Gestaltung konnte wieder das Augsburger "Dreimeta"-Team um Innenarchitekt Armin Fischer gewonnen werden. Die Einrichtung ist funktional und unkompliziert, auf frisches Design wurde besonders viel Wert gelegt.

 

 

Handmade und Zweckentfremdung sind für die Macher keine Fremdwörter. Ganz konkret bedeutet das: Hier werden Schubkarren zu Loungesesseln, alte Jeans zu Sofabezügen und Kabeltrommeln zu Couchtischen. Das Ganze wirkt nicht konstruiert, sondern gibt ein stimmiges Gesamtbild ab. Und mit kleinen DIY-Ideen wie dem FlipFlop-Zeitschriftenhalter oder den Garderobenhaken aus Pömpeln wirkt die Superbude wie das studentische Wohnzimmer der Lieblings-WG.

 

In der Lounge der Herberge gibt’s freien Zugang zu Kühlschrank, Bibliothek und Internet. Hier herrscht kein Kauf- oder Bestellzwang: auch selbst mitgebrachte Speisen und Getränke sind erlaubt.

 

 

Musiker und Bands können eine Budenpatenschaft übernehmen – ihr Songtext ziert dann die Wand einer Bude. Die restlichen Wände sind mit Zeitungsartikeln und Ausgehtipps von Hamburger Journalisten und Bloggern tapeziert.

 

 

Improvisation und Kreativität haben die Kosten klein gehalten. Die Preise für Übernachtungen sind deswegen sehr moderat: "Quiddjes" (Hamburgisch für "Zugereister") schlafen im Mehrbettzimmer ab 16 Euro, ein Doppelzimmer gibt es ab 59 Euro. Wer mit seinen Mädels kommt, mietet die Sechserbude ab 123 Euro oder macht sich in der Rockstarsuite mit Doppeldusche, Liegewiese und Kühlschrank-Flatrate ab 199 Euro ein richtig schönes Wochenende.

 

 

Die Superbude ist authentisch, preiswert und einfach mal was anderes - so macht die Städtereise gleich viel mehr Spaß. Und für alle, die in Hamburg ihre eigene Bude, aber keine Badewanne besitzen, hier noch ein kleiner Tipp: In der nächsten Zeit soll in der Superbude noch ein Badezimmer mit Doppelwanne entstehen, das Hamburger und Schanzenbewohner für ein ausgiebiges Bad mieten können. COUCH freut sich jetzt schon!

 

www.superbude.de