Design Award

On The Catwalk

Stine Riis ist die erste Gewinnerin eines von H&M ausgelobten Nachwuchswettberwerbs, der jetzt auf der Stockholmer Fashion Week seinen Höhepunkt fand. Was auf dem Laufsteg der Siegerin zu sehen war? Tragbare Mode mit Haben-Wollen-Effekt.

 

Wir dürfen verkünden: Stine Riis ist die Gewinnerin des diesjährigen H&M Design Awards. Die 28-jährige Absolventin des London College of Fashion gewann den internationalen Wettbewerb und durfte auf den Laufstegen der Stockholmer Mercedes-Benz Fashion Week ihre Gewinnerkollektion präsentierten.

 

Die Jury, darunter Modedesigner Christopher Kane, die Modejournalisten Hilary Alexander und Kristopher Arden Houser, die Modebloggerin Susie Lau, H&Ms Kreativberaterin Margareta van den Bosch und Ann-Sofie Johansson, Designchefin bei H&M, entschied sich für die gebürtige Dänin auch wegen ihres Mutes, verschiedene Materialien zu mixen, die eigentlich im Kontrast zueinander stehen. In Ihrer Kollektion „Decadence & Decay“, die Stine selbst als „futuristisch geschneiderte Eleganz“ bezeichnet, treffen zum Beispiel Leder, Seide, Wolle und metallische Stoffe aufeinander. Außerdem lobten die Juroren den aussdrucksstarken Einsatz von Farben (vor allem Blau, Rot und Okker, s.o.) - gerne auch mal zwei Töne in einem Teil.

 

Der H&M Design Award wurde ins Leben gerufen, um Nachwuchstalente zu einer Karriere in der Modebranche anzuspornen und zu fördern und soll ab jetzt jährlich stattfinden. Absolventen von vierzehn Mode-Hochschulen in sechs Ländern, darunter auch Deutschland, hatten zunächst vor einer nationalen Jury und Designchefin Ann-Sofie Johansson um den Titel des Landessiegers konkurriert. Pro Land erreichte ein Designtalent die nächste Runde. Für Deutschland gingen Laura Krauthausen and Yasar Spörndli mit ihrem Label "Spörndlikrauthausen" ins Rennen. Leider hat alles Daumendrücken nichts genützt - stolz sind wir aber trotzdem auf die Absolventinnen der Weißensee Kunsthochschule in Berlin.

 

Für Stine Riis steht die Tür zur Modewelt jetzt offen: das Preisgeld von 50.000 Euro gibt ihr erstmal das notwendige finanzielle Rückgrat, um sich den Traum vom eigenen Label zu erfüllen. Außerdem hat sie die Chance, ab September ungefähr 15 Modelle ihrer Kollektion über H&M-Filialen in Großbritannien, Belgien, Dänemark, Schweden, Holland und Deutschland zu vertreiben. Wir freuen uns jetzt schon aufs Shoppen!

 

Fotos: H&M