Beauty

Die Beauty-Trends der Fashion Week

Unsere Beautyredaktion hat für COUCH die Hauptstadt besucht und sich auf der Mercedes-Benz Fashion Week nach Make-up- und Haar-Trends für Frühjahr/Sommer 2013 umgeschaut

80er Jahre Charme bei der Michalsky Fashionshow. „Die Locken sind aber definierter, nicht so zuckerwattenmäßig“, erläutert Daniele Pulia, Art Director bei Toni&Guy. Für den Look wird ein sehr hoher Zopf am Hinterkopf gebunden und mit einem langen Lederband umwickelt. Der Zopf wird gekreuselt. Ein Texturspray (z.B. „Ocean Spritz“ von Wella Professionals) hilft, dem Zopf Struktur zu geben.

 

 

Frische Wangen und Lippen (z.B. „Colour Effect Flipstick“ Salsa Red Nr. 25 von Max Factor), grafische Augenbrauen und ganz viel Mascara machen das Make-up perfekt. „Die Kombination von matten und glänzenden Texturen sowie kalten und warmen Farben, wie Grau und Gold, machen den Look noch interessanter”, erklärt Max Factor Make-up Artist Stephan Schmied.

 

 

 

Boris Entrup, Make-up Artist für Maybelline Jade, war unter anderem für den Look der Fashionshow von Guido Maria Kretschmer verantwortlich. Wir haben ihn zu den Trends befragt.

 

 

COUCH: Was sind die Key Trends für Spring/Summer 2013?
Boris Entrup: Auf der einen Seite softe, leichte, strahlende Looks und auf der anderen Seite „Heavy Make-up“. Prägnant sind ganz viel Lila- und Auberginetöne. Der Look erinnert fast schon an lebende Tote, Zombie-like. Schwarz einschattierte Augen zu schwarzen oder auberginefarbenen Lippen. Diese Tendenz finde ich besonders spannend.

 

Hast du ein Lieblingsprodukt?
„Color Tattoo“ Eyeshadow von Maybelline Jade finde ich super. Damit arbeite ich sehr viel, weil er eine tolle Intensität hat, die sich spielend leicht auftragen lässt. Da bröselt nichts, da fliegt nichts weg, man kann die Farbintensität nach Belieben bestimmen, und er lässt sich leicht verblenden.

 

 

Welche Beautyprodukte sollte jede Frau besitzen?
Meiner Meinung nach braucht Frau gar kein Make-up. Ich finde es absolut okay, wenn Frauen sich nicht schminken. Jeder, wie er mag.

 

Was inspiriert dich?
Das kann alles sein. Ein Abendessen, ein Gericht, ein neues Make-up-Produkt oder auch Frauen. Ich sehe fast 1000 Frauen in vier, fünf Tagen, das beeinflusst natürlich. Inspirierend ist eigentlich alles.

 

 

Welcher Look geht gar nicht?
Wir haben zweimal im Jahr Fashion Week, vier verschiedene Saisons. Dass nicht alles immer für Jahrhunderte das Tollste und das Schönste ist, ist klar. Aber daraus entwickelt sich etwas. Ohne Bewegung würde es nichts Neues geben. Und wenn man dann mal daneben liegt, mein Gott, dann ist das halt so. Respekt finde ich viel wichtiger. Respekt davor, was Kollegen machen. 2000 hat das ein bisschen aufgehört. Das war sehr massengetrieben. Jetzt können wir auch mal wieder Fußabdrücke hinterlassen. 2010 bis 2020 wird vielleicht ein mutiges, spannendes Zeitalter, in dem es wieder auf Individualität ankommt. Schau Dir Lady Gaga an: Ohne die Extremen wird es nichts geben, was der Einzelne zuhause umsetzen kann. Und wenn ich sehe, was auf der Straße passiert, ist das für Deutschland schon etwas absolut Neues. Das ist etwas Großartiges. So nehme ich es wahr.

 

 

Was glaubst du, wo geht der Trend hin?
Ich denke, die Zeiten werden noch härter und dadurch individueller. Sicherlich auch teilweise krasser. Wer auffällt, wird eher gesehen. Die Designer lassen sich etwas einfallen. Models werden anders auf den Laufsteg geschickt, tragen krassere Make-ups. Guido Maria Kretschmer war letztes Jahr der erste, der ein bisschen mehr Rambazamba gemacht hat. Dieses Jahr rücken einige frisch und neu inspiriert nach, das hat meiner Meinung nach nichts mit Nachmachen zu tun. Man ist mutiger geworden: Lidschatten, Eyeliner und noch mehr Lidschatten auf die Augen! Jetzt zeigen wir, was wir können und wofür wir stehen! Statt der Safety-Variante progressiver zu arbeiten, macht natürlich Spaß. Die Entwicklung finde ich hervorragend.

 

Bilder: Procter & Gamble; Maybelline Jade