Know-how

Facts und Tipps rund ums Bloggen

Jeder Blogger hat einmal klein angefangen. Doch allein schon der Weg bis zum ersten Post hält einige Stolpersteine bereit und ist manchmal schwieriger als gedacht. Unsere bloggenden Redakteurinnen haben ihr Praxis-Wissen zusammengeschmissen und einen Fahrplan mit den wichtigsten Fakten rund ums Bloggen ausgearbeitet.

WORUM SOLL’S GEHEN?

Der erste Schritt zum eigenen Blog beginnt im Kopf. Nämlich damit, worüber man überhaupt schreiben möchte. Unser Tipp: Je spezifischer, desto spannender – kleine Ausbrüche sorgen für Abwechslung, frischen Wind und überraschen die Leser. Hier ein paar wichtige Fragen, die bei der Planung und Umsetzung eines Blogs helfen:

  • Warum möchte ich bloggen?
  • Was bewegt mich und was kann ich?
  • Was ist die Kernbotschaft meines Blogs?
  • Für wen möchte ich schreiben?
  • Wie viele Posts schaffe ich in der Woche?
  • Wie viel Freizeit möchte ich in den Blog investieren?

 


 

 

WIE IST DAS MIT DER TECHNIK?

Keine Angst vor Technik oder Layout. Bloggerplattformen wie Blogger, Wordpress oder Tumblr erleichtern den Einstieg und sind auch für Laien recht gut zu händeln. Ihre Content Management Systeme (CMS) sind speziell auf die Wünsche und Ansprüche von Bloggern ausgerichtet und relativ leicht verständlich. Aus sogenannten Themes kann sich jeder sein liebstes Layout aussuchen oder es mit ein wenig Geduld und Know-how individuell anpassen, beispielsweise mit schicken Typos.

 

Wer eine URL ohne "blogspot“, "wordpress“ oder "tumbler“ möchte, der besorgt sich eine eigene Domain samt Website. Die gibt es beispielsweise über 1und1, Telekom und andere Netzanbieter. Mit welchem CMS die Website dann bestückt wird ist Geschmackssache und hängt vom Anbieter ab. Wordpress, Drupal, Joomla oder Concrete5 sind weit verbreitet. Ihr habt schon einen Blog auf einer Bloggerplattform? Easy, dann könnt Ihr mithilfe einer Weiterleitung auf die eigene Domain auch weiterhin mit dem vertrauten CMS arbeiten. (Tipp: weiterführende Infos rund um das Aufsetzen des eigenen Blogs findet Ihr bei Blogger-Profi Daniela von Seitenwechsel.)

 

 

 

 

REICHWEITE UND ERFOLG MESSEN:

Mit Statistik Tools (wie Google Analytics, Piwik, Webalizer) lässt sich das Verhalten der Besucher einer Website messen. Besonders interessant ist dabei, woher die Besucher kommen, wie viele es sind, welche Themen sie anklicken, wie lange sie verweilen und ob sie wiederkommen. Wichtige Begriffe, die Reichweite bzw. Traffic auf der Website beschreiben:

  • Page Impression (PI): ein Seitenaufruf oder auch Klick
  • Visit: eine "Sitzung“ auf dem Blog, egal wie oft geklickt wird
  • Unique User: ein einzelner Nutzer, sozusagen treuer Leser
  • Content: Inhalt bzw. Post
  • Referral: Verweis, woher die Besucher kommen
  • SEO: Suchmaschinenoptimierung - Maßnahmen, die helfen den Blog bei den unbezahlten Ergebnissen der Suchmaschinen (meistens Google) auf höheren Plätzen anzuzeigen

 


 

 

CHECKLISTE FÜR ALLES RECHTLICHE:

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ob Blog, Online-Magazin oder Online-Shop – im Netz muss sich jeder an ein paar grundlegende Regeln halten. Gut zu wissen:

  • Auch für Blogs besteht eine Impressumspflicht. Das heißt: der Verantwortliche für den Inhalt muss mit vollem Namen und Adresse genannt werden - als Fließtext, nicht als Bild.
  • Datenschutzerklärung darf nicht fehlen. (Vorlagen und Hilfe beispielsweise über Google, einen Datenschutz-Generator oder in der Literatur.)
  • Gesponsorte Posts und Anzeigen sollten als solche gekennzeichnet sein
  • Bildrechte vorab klären:
  • Eigene Bilder dürfen bedenkenlos verwendet werden. Aber: sind Menschen darauf gut zu erkennen, sollten die zunächst gefragt werden, ob sie der Veröffentlichung zustimmen.
  • Tipp: setzt ein kleines Copyright (auf der Startseite des Blogs, unter oder direkt auf ein Bild) damit jeder weiß, dass es von Euch ist.
  • Nicht einfach Bilder oder Logos aus dem Netz ungefragt kopieren und auf dem eignen Blog verwenden! No Go!
  • Fragt erst die Original-Quelle (schriftlich oder telefonisch), ob Ihr das Bild auf Eurem Blog verwenden dürft und setzt dann in gegebenem Fall auch einen Credit bzw Link zur Quelle.

 

 

 

APROPOS BILDER:

Damit die selbst geschossenen Fotos auf dem Blog richtig klasse aussehen, lassen sie sich mit diversen Bildbearbeitungsprogrammen noch ein wenig aufhübschen. Wichtig: speichert die Bilder als 72 dpi bzw. für Web und Geräte ab. Das verringert das Datenvolumen und ist für den Bildschirm völlig ausreichend. Praktische Helfer:

 

 

 

DAS A UND O DES BLOGGENS: SICH VERNETZEN

Bloggen heißt auch teilen, sich austauschen und gemeinsame Sache machen. Da reicht der eigene Blog als Plattform oft nicht aus. Mittlerweile wird auf diversen Kanälen kommentiert, geshared, gepinnt und geliked. Die Wichtigsten auf einen Blick:  

Außerdem gehört es in der Blogosphäre einfach dazu eine eigene Blogroll (Liste der persönlichen Lieblingsblogs) anzulegen und die Posts anderer Blogger zu kommentieren. Wie man das am geschicktesten macht, verrät Blog-Profi Caro von Sodapop.
 

 

 

 

MEHR LERNEN UND KENNENLERNEN:

Der eigene Blog steht, Bilder sind bearbeitet, Themen geklärt, die ersten Posts geschrieben, Social-Media integriert ... und nun? Jetzt kommt der aller spaßigste Teil! Weil das Netz niemals still steht und sich stetig weiterentwickelt, gibt es jede Menge zu lernen und zu diskutieren. Das geht besonders gut bei Workshops, Konferenzen oder Aktionen – virtuell oder in der wirklichen Welt. Ganz neben trifft man dabei andere Blogger, kommt ins Quatschen und auf so manch kreative Idee. Das sind die schönsten Events für Hirn und Herz:

 

von

Antonia Michael

Content, Re-Tweed, Board oder Blogroll - unsere Online-Redakteurin bloggt selbst und spricht fließend "Bloggisch"... und sagt übrigens "der" statt "das" Blog.

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