Ausstellung

"Full House: Design by Stefan Diez"

Der Gestalter Stefan Diez hat ein gutes Händchen für schöne Dinge: Er verbindet bei seinen Entwürfen sehr clever klassische Handwerks- und maschinelle Produktionstechniken. Das Kölner MAKK (Museum für angewandte Kunst Köln) zeigt noch bis zum 11. Juni 2017 eine umfassende Werkschau des Designers, dazu interessante Workshops und Führungen …

Ein Stuhl, der wie eine Autokarosserie konstruiert ist oder LED-Leuchten, deren Glaskörper als Lichtleiter dient – die konsequente, oft radikale Suche nach neuen Wegen ist charakteristisch für die Arbeit von Stefan Diez. Er ist ein Teamworker, der Ausstellungstitel "Full House" bezieht sich einerseits auf sein immer volles Atelier in der Münchner Geyerstraße, das Werkstatt und Ideenschmiede vereint. Gleichzeitig geht es auch ums hohe Pokern, um das immer neue Ausloten von Fertigungstechniken bis zur Perfektion für einen Entwurf. Hier nur eine Auswahl:

 

Stehlampe "Rope Trick“, Stefan Diez, Wrong.London, 2015, © Stefan Diez Office, Foto: Jonathan Mauloubier

 

Intuitiv und originell gestaltet: Das spritzgegossene Aluminiumteil für Rope Trick verbindet Kühlkörper, Regler, Lampenschirm und Griff in einer kompakten Einheit. Höhenverstellbar und um 180° schwenkbar lässt sich der Lampenschirm problemlos bewegen. Das Licht von "Rope Trick" lässt sich dadurch an eine Vielzahl von Umgebungen anpassen –  vom punktuellen Leselicht zur blendfreien Raumbeleuchtung.

 

Regalsystem "New Order“, Stefan Diez, Hay, 2016, Diez Office, © Stefan Diez Office, Foto: Rasmus Norlander

 

Ähnlich wie Lagerregale, die aus einzelnen Kisten zusammengesetzt sind, stapelt "New Order" einfache und aufgekantete Regalböden aus Aluminium nebeneinander, übereinander und hintereinander. Zusammen mit Rolf und Mette Hay wurde "New Order" zu einem industriellen Serienprodukt weiterentwickelt. 2014 wurde es durch ein Komponentensystem ergänzt, das sich nahtlos in die bestehenden Regal-Module einfügt und dadurch grundlegend neue Möglichkeiten für den sich ständig entwickelnden Arbeitsplatz eröffnet. Zu den Komponenten gehören hölzerne Tischplatten, Paneele, Schiebetüren und Schubladen aus furniertem MDF oder pulverbeschichtetem Stahlblech und schallabsorbierende Stoffplanken sowie Accessoires, mit denen sich Dokumente, Kabel und Arbeitsfläche ordnen lassen. 

 

Stühle "Leo“, Stefan Diez, e15, 2010, © Stefan Diez Office

 

Sessel "Leo" strahlt mit seinen geringen Abmessungen und seiner breiten und bequemen Sitzfläche Leichtigkeit und Muße aus. Er greift die Herstellungsmethode des Stuhls "Houdini" auf, dünne Schichtholzplatten, die wie von Zauberhand – ohne Schrauben oder Nägel – zusammengehalten werden. Bei der Herstellung des Möbels begegnen sich Industrie und Handwerk auf Augenhöhe. 

 

ÜBER STEFAN DIEZ

Stefan Diez, 1971 in Freising bei München geboren, absolvierte eine Schreinerlehre, bevor er Industriedesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studierte. Während seines Studiums war er Assistent von Richard Sapper und später von Konstantin Grcic. 2003 gründete er sein eigenes Studio in München und arbeitet seitdem für namhafte deutsche und internationale Unternehmen. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

 

AUSSTELLUNG

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 11 - 17 Uhr, Montag geschlossen

1. Donnerstag im Monat (außer Feiertag): 11 - 22 Uhr

1. Sonntag im Monat: 10 -17 Uhr

 

Eintritt

10 Euro, ermäßigt 7 Euro

 

www.museenkoeln.de/museum-fuer-angewandte-kunst

 

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