Deko

Lass Blumen sprechen

Danke, liebe Blumen: Ihr bringt uns den Frühling in die Wohnung! Aber was können wir für euch tun? Hübsch verpacken, zum Beispiel. Denn in den passenden Vasen sind frische Schnittblumen ein echter Knaller.

Einzelgänger

Diese kleinen, bauchigen Vasen sind dekorative Einzelstücke, machen aber auch in der Gruppe was her. Das Gleiche gilt für ihren Inhalt: Einzelne Blumen setzen florale Akzente in der Wohnung, etwa auf einem zierlichen Beistelltisch oder im Bad. Fresien, Perlhyazinthen oder Anemonen kann man - farblich abgestimmt - auch wunderbar gruppieren.

 

"Tubby" von Bloomingville, aus Keramik, Ø 10 cm, H 10 cm, ab ca. 10 Euro, www.bloomingville.com

 

 

 

Wurzelwerk

Zwiebelblumen wie Hyazinthen blühen in der Wohnung eher als im Garten und sind deswegen tolle Vorboten für den Frühling. Zum Wachsen brauchen sie keine Erde - und dank Vasen wie dieser können wir dem Treiben der Wurzeln ungehindert zuschauen.

 

"Hyacinth" von Housedoctor, Ø 7cm, H 14 cm, ab ca. 4,50 Euro, über www.shabby-style.de

Zweigstelle

Draußen fängt wieder alles an zu blühen und auch in unserer Wohnung sind knospende Zweige jetzt herzlich willkommen. Luftig arrangiert in einer hohen, schmalen Zylindervase sorgen Kirsche oder Zierquitte für Frühlingslaune. Wer dem rauchigen Glasgefäß einen weiteren Farbklecks verpassen will, fügt Tulpen hinzu.

 

"Hurricane" von By Nord, handgeblasen, Ø 18 cm, H 30 cm, ca. 97 Euro, http://shop.bynord.com

Farbspiel

Mit grafischen Prints liegt man dieses Jahr voll im Trend - auch bei Vasen. Wichtig: Die Farbe des Musters sollte sich in der Blüte wiederfinden. Wie wäre es mit senfgelbem Trommelstock? Die flauschigen Bällchen heißen auch Craspedia und halten ihre kleinen Köpfchen lange oben. Sogar, wenn sie auf dem Trockenen sitzen.

 

"Spear" von Ferm Living, aus Porzellan, Ø 8 cm, H 22 cm, ca. 42 Euro, über www.dekorativ-wohnen.de

Bodenhaftung

Große, bauchige Bodenvasen mit schmalem Hals eignen sich als Heimat für einzelne, langstielige Blumen wie Lilien, Strelitzien oder Sonnenblumen. Sie machen sich aber auch ohne Inhalt gut: als Dekoobjekte für leere Raumecken zum Beispiel.

 

"Round Glass Bottle" in leuchtenden Aquatönen von Nordal, Ø 34 cm , H 42 cm, Preis auf Anfrage, über www.nordal.eu

Wildwuchs

Wilde Sommersträuße die aussehen, als kämen sie gerade von der taufrischen Blumenwiese, gehören in einen rustikalen Krug. Locker durchgemischt fühlen sich Klatschmohn, Wicken, Kornblumen und Co. hier pudelwohl. Wiesenkerbel oder Gräser mischen die Gesellschaft noch auf.

 

"Spot" von Greengate, aus Porzellan, 0,5 Liter, ab ca. 18 Euro, über www.nostalgieimkinderzimmer.de

 

Cocooning

Üppige Gebinde oder ein großer Strauß Ranunkeln, Tulpen oder Gerbera sind am besten in einer mittelhohen Vase mit klarer Formgebung und schlichter Farbe wie Opalweiß aufgehoben. Sie unterstreicht die Schönheit der Blumen, ohne die volle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

 

"Cocoon" von Holmegaard, mundgeblasen, H 17 cm, ab ca. 40 Euro, über www.connox.de

Strukturwandel

Dekovasen brauchen keinen Inhalt. Sie sind auch ohne Blumen tolle Designobjekte. Man nennt sie Skulpturvasen, weil sie für sich allein stehen können, wie diese hohen Porzellanvasen mit haptischem Dekor. Sollen sie doch bestückt werden, stehen ihnen Kirsch- oder Magnolienzweige oder langstielige Rosen ohne viel Grün am besten.

 

"Ghost" von Feinedinge, H 31 cm, ca. 145 Euro, www.feinedinge.at

Gruppendynamik

Tolle Dekoidee: Verschiedene Vasen auf einem großen Tablett als Gruppe arrangieren. Dabei darauf achten, unterschiedliche Größen und Formen zu kombinieren - das wirkt harmonischer. Bei transparenten Glasvasen kann man den Stielen ruhig etwas Raum geben: Lieber nur eine handvoll Blumen dekorieren, dafür aber solche mit ausladenden Blüten wie Päonien oder Ranunkel wählen.

 

"Hurricane" von Tine K Home, Ø 20 cm , H 20 cm, ca. 34 Euro, www.tinekhome.com

Hangover

Warum nicht mal eine Vase statt Bilder an die Wand hängen? Wandvasen ziehen alle Blicke auf sich, ob als zartes Reagenzglas oder in klassischer Vasenform. Gefüllt werden sie mit einzelnen, langstieligen Blumen wie Lisianthus oder Lilien.

 

"Mauerblümchen" von Cedon, Ø 2 cm, H 18 cm, ca. 20 Euro, über www.cedon.de

 

 

 

FLOWER POWER!

Dinge, die man über Schnittblumen wissen sollte

 

Gerade gekauft, schon ab in der Vase? Falsch! Schnittblumen sollten sich nach dem Kauf noch einige Zeit verpackt an die vorherrschende Zimmertemperatur anpassen, bevor sie ins Wasser gestellt werden.

 

Die Stiele mit einem scharfen Messer (keine Schere!) schräg anschneiden, damit die Leitungsbahnen frei sind und die Blumen das Wasser gut aufnehmen können. Hölzerne Zweige (Kirsche, Quitte, Kätzchen usw.) mit einer Astschere anschneiden.

 

Die Blätter des unteren Stieldrittels abtrennen, bevor die Blumen in die Vase kommen. So können sie in der Vase nicht faulen und das Wasser mit Bakterien verschmutzen.

 

Und nun schnell ins Wasser damit, denn die frisch angeschnittenen Blumen schnappen sofort nach Luft. Diese verstopft die Leitungsbahnen und verlangsamt oder verhindert gar die Versorgung der Blumen mit Wasser.

 

Das Blumenwasser sollte möglichst alle ein bis zwei Tage gewechselt werden, um die Lebensdauer des Straußes zu verlängern. Wer vom Blumenhändler ein Tütchen Frischhaltepulver mitbekommt, sollte es auch benutzen. Denn durch das desinfizierende Mittelchen muss das Wasser seltener gewechselt werden. Achtung: Nicht bei Zwiebelblumen verwenden und Dosierung beachten!

 

Die ideale Wassertemperatur ist abhängig von der Blumensorte, liegt aber mit ein paar Ausnahmen (Tulpen mögen es z.B. kalt, Rosen eher heiß) bei ca. 35 bis 40°C. Am besten fragt man bei jedem Blumenkauf den Händler nach der perfekten Temperatur.

 

Nicht nur die Temperautr, auch die Menge des Wassers in der Vase variiert. Je nach Sorte benötigen die Blumen mal mehr, mal weniger Wasser. Bei manchen Arten, wie zum Beispiel Tulpen, Ranunkel oder Hyazinthen, reicht es, die Vase zu einem Drittel zu füllen. Gerbera hingegen brauchen viel Wasser, um ideal versorgt zu werden. Auch hier weiß der Blumenhändler Rat.

 

Auch, wenn Blumen auf der Fensterbank etwas hermachen: Heizungsluft, Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung tut ihnen nicht gut. An einem gut geschützten, hellen Plätzchen fühlen sie sich hingegen pudelwohl.

 

Obst verträgt sich nicht besonders gut mit frischen Schnittblumen. Manche Früchte verströmen das Gas Ethylen, das einen schnellen Reifeprozess hervorruft und die Blumen verwelken lässt. Also: Obstkorb und Blumengebinde strikt voneinander trennen!

 

Richtige Blumenfans entsorgen ihren alten Strauß erst, wenn der neue schon bereit steht. Gut so, aber: Die Vase bitte einmal gründlich mit Spüli durchwaschen, um alle Bakterien zu entfernen. Die Freude über das neue Grünzeug ist sonst nur von kurzer Dauer.
 

von

Léonie Roose-König

Der Gang zum Blumenladen an der Ecke gehört bei ihr zur samstäglichen Routine. Einen grünen Daumen hat die Onlineredakteurin leider trotzdem nicht.

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