Beauty

Naturkosmetik-Guide

Na, noch alles im grünen Bereich? Beim Boom der Naturkosmetik kann man schnell den Überblick verlieren. Wir wissen Bescheid!
Face Time
Gesichtspflege ist bei Naturkosmetik am beliebtesten!
 
Deutschlands Naturkosmetikmarkt ist der größte in Europa! Und es geht noch mehr: 2016 hat Naturkosmetik in Deutschland fast zehn Prozent des Gesamtkosmetikmarktes ausgemacht - tendenz steigend.
Ab auf die Wiese!

Inhaltsstoffe in Naturkosmetik können auch aus Wildsammlung stammen.

 

Keinen Bock auf Reformhaus oder Drogerie? Dann hier entlang:

 

1) Unter www.amazingy.de gibt es nicht nur eine große Auswahl an angesagten Produkten aus aller Welt, sondern man kann auch gleich Gutes tun! Mit einem Teil der Einnahmen werden nämlich Charityprojekte unterstützt.

 

2) Auf www.greenglam.de findet man ein riesiges Angebot an grünen Marken. Seit letztem Jahr kann man die Produkte auch offline im Store in Augsburg shoppen oder sich im dazugehörigen Spa verwöhnen lassen: Apothekergäßchen 3, 836150 Augsburg

 

3) Geschenk gesucht? Auf www.allforeves.com gibt's in der Sektion "Geschenke" garantiert etwas Passendes.

 

4) Mitten in München kann man im Store "Organic Luxury" natürliche Beauty-Must-haves shoppen oder Treatments (zum Beispiel von Susanne Kaufmann) im Spa genießen: Residenzstraße 23, 80333 München, www.organicluxury.de

 

Fühlt sich gut an!
Fühlt sich gut an! Aber steckt auch wirklich Natur in meiner Creme? Siegel geben Sicherheit:
 
BdiH-Prüfzeichen: Es dürfen nur Rohstoffe natürlichen Ursprungs, soweit möglich aus kontrolliert biologischem Anbau, enthalten sein. Um als Bio-produkt anerkannt zu werden, müssen 95 prozent aller Rohstoffe (außer Wasser und Mineralien) aus kontrolliert biologischem Anbau stammen: www.ionc.info
 
Natrue: hier wird zwischen drei Zertifizierungsgraden unterschieden: „Naturkosmetik“ beschreibt den Grundstandard des Labels und gibt vor, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und wie sie verarbeitet werden dürfen. Darauf aufbauend gibt es noch „Naturkosmetik mit Bioanteil“ und drittens „Biokosmetik“: www.natrue.org
 
Ecocert: Es werden zwei Siegel vergeben: „Naturkosmetik“ und „Biokosmetik“. Für beide gilt, dass mindestens 95 Prozent der gesamten Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sein müssen: www.ecocert.de
Tiiief einatmen!
Ätherische Öle können unsere Stimmung positiv beeinflussen.
 
Was ist ein Naturparfum?
 
Im Gegensatz zu anderen Parfums stecken hier hauptsächlich natürliche ätherische Öle drin und keine synthetischen Stoffe. Riechen superlecker!

GUIDE - Die wichtigsten Begriffe

 

Naturkosmetik - Für alle, die es ganz natürlich mögen

Das steckt dahinter: Der Begriff ist leider nicht gesetzlich geschützt. Grundsätzlich gilt, dass auf Silikone, synthetische Fette, Öle, Farb- und Duftstoffe sowie auf Rohstoffe auf Erdölbasis, Gentechnik und radioaktive Bestrahlung verzichtet wird. Die Inhaltsstoffe stammen aus natürlichem Ausgangsmaterial und werden in festgelegten Herstellungsverfahren gewonnen. Mögliche Ausnahme: Konservierungsstoffe können aus dem Labor stammen, müssen aber naturidentisch sein.
 
Markenbeispiele: Absolution, Annemarie Börlind, Figs & Rouge, Und GretelSante, Stop The Water While Using Me! (einige Naturkosmetik-Marken haben auch Bio-Produkte in ihrem Sortiment)
 
 
Naturnahe Kosmetik - Für alle, die etwas Chemie nicht stört
 
Das steckt dahinter: Diese Gruppe wird oft auch als naturinspirierte Kosmetik bezeichnet. Hierfür werden Wirkstoffe auf Pflanzenbasis verwendet, oder es wird auf bestimmte Inhaltsstoffe, wie etwa Parabene, verzichtet. Die Rezeptur entspricht nicht den Anforderungen der bekannten Zertifizierungen für Naturkosmetik. Chemie ist nicht per se verboten. So können die Produkte etwa synthetische Düfte und chemische Konservierungsstoffe oder Emulgatoren enthalten.
 
Markenbeispiele: Aveda, Korres, L'Occitane, Nuxe, The Body Shop
 
 
Biokosmetik - Für alle, die es mehr als natürlich wollen
 
Das steckt dahinter: Zunächst müssen die Standards der Naturkosmetik erfüllt sein. Darüber hinaus muss ein Großteil der pflanzlichen und tierischen Rohstoffe kontrollierte Bio-Qualität haben. Biokosmetik ist damit das Natürlichste, was man an seine Haut lassen kann. Wie hoch der Anteil an Bio-Inhaltsstoffen ist, unterscheidet sich je nach Siegel.
 
Markenbeispiele: Dr. Bronner’sDr. Hauschka (Teile des Sortiments), Farfalla, Melvita, Pai, Weleda (Teile des Sortiments)
 
Vegane Kosmetik - Für alle, die Tierschutz ganz groß schreiben
 
Das steckt dahinter: Damit Kosmetik vegan ist, darf sie keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten und nicht an Tieren getestet worden sein. Vegan ist nicht gleichbedeutend mit Natur, denn auch synthetische Stoffe sind nicht tierisch. Häufig wird aber beides in Form von veganer Naturkosmetik vereint.
 
Markenbeispiele: Kure Bazaar, Lichtjuwel, Naturtalent und This works sind komplett vegan. Andere Marken haben einen Großteil ihrer Produkte auf vegan umgestellt, wie z. B. Lavera (90 Prozent) und Lush (83 Prozent)
 
 
 
Fotos: Muriel Liebmann / thelicensingproject.com
Haare/Make-up: Patricia Bontscheff
Styling: Marie Claussen
Text: Sylvia Karabiner